Vermeide diese 7 Fehler als Reiter und beuge Rückenschmerz vor

 

Fast jeder dritte Erwachsene hat Rückenschmerzen.

 

Darunter auch Reiter.

 

Obwohl Reiten als gesundheitsfördernder Sport gilt.

 

Bei osteopathischen Behandlungen der Pferde frage ich meist die Besitzer, ob sie Rückenprobleme haben.

 

Oft wird die Frage mit ja beantwortet.

 

Warum stelle ich diese Frage?

 

Leider können deine Probleme zu den Problemen deines Pferdes werden.

Das Pferd gleicht deine Probleme aus und kann sich dann nicht mehr losgelassen bewegen.

 

Verstehe mich nicht falsch.

 

Reiten ist ein gesundheitsfördernder Sport, nur sitzen wir wieder und es können sich gesundheitsgefährdende Fehler einschleichen.

 

Wir sitzen sowieso viel zu viel den ganzen Tag.

 

Beim Sitzen im Sattel gibt es aber ein Vorteil:

Wir sitzen dynamisch und nicht eingesackt wie im Bürostuhl.

 

Aus meiner zehnjährigen Erfahrung als Physiotherapeutin sehe ich, dass Rückenschmerzen jede Altersgruppe betreffen. Oft beginnt es schon in jungen Jahren.

Die Schüler sitzen viele Stunden im Unterricht und stehen sehr unter Leistungsdruck.

 

Nicht nur körperliche Faktoren, sondern auch psychische tragen zu Rückenproblemen bei. Steht der Körper unter Dauerstress, dann sind auch die Muskeln dauernd angespannt.

 

Reiten hilft auch den Kopf abzuschalten und an nichts anderes zu denken. Es hat so auch einen guten Effekt auf die Psyche.

 

Reiten ist ein guter Sport für den Rücken, wenn du diese Fehler vermeidest:

 

  1. Steifes Becken
  2. Kein gezieltes Dehnen der Muskulatur
  3. Zusammenpressen der Zähne
  4. Luft anhalten
  5. Starres geradeaus schauen
  6. Nur das Pferd wird behandelt
  7. Kein Sport außer Reiten

 

Machst du mehrere dieser Fehler, dann begünstigst du sogar Rückenschmerzen durch Reiten. Ich habe schon mehrere Berufsreiter kennen gelernt, die mit einem Bandscheibenvorfall zu tun hatten oder haben.

 

Auch im Buch von Michel Robert, schreibt er über die Probleme durch einen Bandscheibenvorfall. Erst als er einiges verändert hat und sich zusätzlich trainiert, hat er das Problem in den Griff bekommen.

 

Aus dem Buch kommt auch eines meiner Lieblingszitate:

„Unser Körper ist das Einzige, von dem wir sicher sind, es bis ans Ende unseres Lebens zu behalten.“

 

Wir können den Körper nicht einfach so austauschen. Wir müssen jetzt die Dinge tun, die wichtig sind für unseren Körper und nicht erst, wenn der Schmerz da ist.

Jetzt gehe ich näher auf die Fehler ein und was sie für deinen Rücken bedeuten.

 

1.Steifes Becken

 

Schiefer Reiter

 

Mein Vater hat mir jahrelang gesagt, dass ich schief auf dem Pferd sitze.

 

Ich wollte es nicht hören. Es hat sich für mich nicht so angefühlt.

 

Obwohl ich gemerkt habe, dass mir alle Lektionen auf der rechten Hand deutlich schwerer gefallen sind. In der Springstunde sind meine Pferde gerne schräg zu einer Seite weggesprungen.

 

Selbst der Sattel ist mal eine Zeitlang immer auf eine Seite gerutscht.

 

Kein Reitlehrer hat es so deutlich zu mir gesagt, deshalb wollte ich es nicht glauben. Immer habe ich allem anderen die Schuld gegeben.

 

Vielleicht auch so ein Pubertätsthema.

 

Erst seit ich selbst gezielt an mir arbeite habe ich es gespürt. Natürlich muss ich noch regelmäßig an mir arbeiten und bin sicher nicht perfekt.

Aber ich spüre das Problem und weiß jetzt was ich tun kann.

 

In jeder Gangart bewegt das Pferd den Rücken auf eine spezielle Art und Weise.

 

Der Viertakt im Schritt sorgt dafür, dass sich der Pferderücken abwechselnd links und rechts biegt sowie sich gleichzeitig beugt und streckt.

Dein Becken sollte diese Bewegung durch eine liegende Acht begleiten.

 

Dann biegt sich auch deine Lendenwirbelsäule abwechselnd rechts und links und beugt und streckt sich. Also die gleiche Bewegung, die das Pferd macht.

Das Becken macht dann die gleiche Bewegung, die wir bei jedem Schritt auch tun.

 

Kannst du die Bewegung deines Pferdes im Schritt gut annehmen und begleiten?

 

Kannst du das Pferd bewusst mit deiner Beckenbewegungen steuern, antreiben und bremsen?

 

Unter einem steifen Becken verstehe ich, dass der Reiter nicht jede Bewegung des Pferdes frei begleiten kann. Natürlich auch im Trab und Galopp.

Erkennen kannst du es daran, dass der Reiter in der Hüfte einknickt, auf eine Seite rutscht oder den Kontakt zum Sattel verliert, z.B. beim Aussitzen im Trab.

 

Ein steifes Becken hat viele negative Folgen.

 

Die Gewichtshilfen fallen dem Reiter deutlich schwerer. Reiten wird anstrengender und deine Bandscheiben bekommen vor allem in den schnelleren Gangarten jedes Mal einen Schlag ab, da die Bewegung nicht weich abgefedert wird.

 

Außerdem sind die meisten Reiter dann auch steif in den Schultern, was meist eine negative Folge auf die Zügelführung hat. Die Reiterhand wird ungewollt hart.

 

Mein Tipp für dich:

 

Reite mit geschlossenen Augen.

 

Spüre mal genau nach welche Bewegungen dein Becken macht. Beobachte auf welcher Hand es dir leichter und auf welcher es dir schwerer fällt.

 

Das Problem ist meist, dass es uns selbst nicht auffällt. Vielleicht reitest du schon jahrelang so und es fühlt sich einfach normal für dich an. Mit geschlossenen Augen kannst du dein Körper besser spüren und alte Muster erkennen.

 

Keiner kann von heute auf morgen alle alten Muster auflösen. Der erste Schritt ist immer zu erkennen, was falsch läuft. Erst dann hast du die Möglichkeit etwas zu verändern.

 

Hast du den Beweglichkeitstest schon?

Wenn nicht, dann melde dich zum Newsletter an und teste wie gut deine Beckenbeweglichkeit ist.

 

Durch gezielte Übungen kannst du dein Becken lockern und deinen Rücken schonen.

 

2.Kein gezieltes Dehnen

 

In der Ausbildung zum Physiotherapeuten habe ich fast alle Muskeln erlernt und wie sie zusammenspielen.

 

Alle Tests, Übungen und Therapien haben wir an uns gegenseitig geübt.

 

Als Physioschüler ist es dann irgendwann normal in Unterwäsche im Unterricht zu sitzen.

 

Das konnte ich mir an Anfang auch nie vorstellen.

 

Aber wir haben unseren eigenen Körper kennen gelernt. Dabei habe ich mehr Defizite erkannt als ich es erwartet habe. Ich habe selbst nie Rückenschmerzen gehabt und trotzdem war ich nicht frei beweglich.

Damit du ein frei bewegliches Becken haben kannst müssen deine Muskeln mitspielen.

 

Die Muskeln an der Oberschenkelvorder- und – Rückseite beeinflussen sehr stark die Beckenbeweglichkeit. Sie haben ihren Ursprung an den Beckenknochen und den Ansatz am Oberschenkel und zum Teil am Unterschenkelknochen.

 

Sie ziehen also über mehrere Gelenke und eine Verkürzung der Muskulatur kann sich auf das Becken, die Hüfte und die Knie auswirken.

 

Kommst du mit deinen Fingerspitzen bis zum Boden, wenn deine Knie dabei gestreckt sind?

 

Wie oft dehnst du dich?

 

Am Besten dehnst du dich nach dem Reiten, dann sind deine Muskeln warm.

 

Auch die kleinen Hüftmuskeln sind sehr wichtig für eine gute Beckenbeweglichkeit. Diese sind durch das viele Sitzen bei den meisten verkürzt.

 

Hier die fünf wichtigsten Dehnübungen aus meiner Sicht:

 

Dehnung der hinteren Oberschenkelmuskulatur

Dehnung der hinteren Oberschenkelmuskulatur

 

Die vordere Hüftmuskulatur.

Dehnung der vorderen Hüftmuskulatur

 

Die inneren Hüftmuskeln

Dehung der inneren Oberschenkelmuskulatur

 

Die vordere Oberschenkelmuskulatur

Dehnung der vorderen Oberschenkelmuskulatur

 

Pomuskulatur

Dehnung der Pomuskulatur

 

Du machst es dir und deinem Pferd dadurch leichter.

 

3.Zusammenpressen der Zähne

 

Dieses Phänomen haben wir noch von früheren Zeiten.

 

Bei Stress, also der Jagd oder Flucht, haben die Menschen die Zähne zusammengepresst.

 

Sie haben dem Feind oder der Beute ihre Zähne gezeigt.

 

Natürlich macht es heute aus logischer Sicht kein Sinn mehr, aber das passiert unbewusst.

 

Hast du schon mal einen Reiter gesehen, der bei einer Reitstunde oder in einer Turnierprüfung die Zähne zusammenpresst?

 

Das Zusammenpressen der Zähne hat Auswirkungen auf den gesamten Körper. Ist der Kiefermuskel stark angespannt, werden alle unsere Körpersysteme auf Alarm geschaltet.

 

Ein entspannter mitschwingender Sitz wird dann so gut wie unmöglich.

 

Um das zu erkennen musst du die Zuschauer in deiner Umgebung befragen. Da es ein so unbewusster Reflex ist, spüren es die wenigsten.

 

Die Kiefermuskulatur ist sehr stark mit den Nackenmuskeln verbunden. Sind diese verspannt bekommen viele davon Kopfschmerzen.

 

Da es meist nur in Stresssituationen vorkommt ist mein Tipp:

Eine radikale Veränderung deines Körpers.

 

So kommst du erstmal raus aus den Stressemotionen. Auf dem Turnier solltest du das vor der Prüfung machen.

 

Was meine ich damit?

 

Sobald du spürst, dass du dich fest machst, unterbreche die Lektion, lass den Oberkörper mal hängen, dreh dich nach rechts und links und schüttle die Arme aus.

 

So angespannt wird das meist eh nichts.

 

Bevor du wiederbeginnst. Stell dir zuerst vor, dass alles genauso funktioniert wie du es dir wünscht. Lass die Lektion vor deinem inneren Auge ablaufen und spüre was dein Körper tun soll.

 

Das mache ich auch, wenn irgendwas gerade so gar nicht geht und ich aber meine, dass es unbedingt gehen soll. Komme ich nicht aus dieser Haltung heraus, wird es nur ein Kampf mit meinem Pferd und dabei zieht der Reiter definitiv immer den kürzeren.

 

Druck erzeugt Gegendruck.

 

Wir wünschen uns doch alle ein freundschaftliches Miteinander mit dem Pferd.

 

Trotzdem können wir uns manchmal so festbeißen an dem was wir gerade von dem Pferd möchten.

 

4. Luft anhalten

 

Ja auch Luft anhalten beim Reiten kann Rückenschmerzen begünstigen.

 

Warum halten wir die Luft an?

 

Meist in Zeiten hoher Konzentration oder Anspannung durch Stress, bzw. Angst.

 

Es ist ähnlich wie beim Zähne zusammenpressen. Der Körper kann sich nicht losgelöst bewegen.

 

Oft sieht man sogar das Phänomen, dass das Pferd ebenfalls die Luft anhält. Auf Springturnieren habe ich das schon oft gesehen.

 

Auch wenn man nur kurz die Luft anhält ist man schon in der Bewegung blockiert und es fehlt an Sauerstoff. Den brauchen wir, um optimale Leistung zu bringen.

 

Das Zwerchfell und die Zwischenrippenmuskulatur sind mit dem Rücken verbunden. Die Bewegung vor allem im Brustwirbelsäulenbereich ist blockiert und die Aufrichtung fällt schwer.

 

Den ganzen Tag sitzen die meisten und arbeiten mit den Händen vor dem Körper. Eine freie Atmung ist dadurch kaum möglich. Erlaube dir jede Stunde einmal einen tiefen Atemzug zu nehmen.

 

Beim Reiten selbst hilft singen.

 

Leise geht auch. Aber Luft anhalten beim Singen, ist unmöglich. Du bleibst dadurch im Rhythmus und kannst entspannen.

 

Bewusstes Atmen kann auch Stress reduzieren. Atme in den Schrittpausen mal bewusst in deinen Bauch.

 

Der Bauch vergrößert sich bei der Einatmung, das Zwerchfell sinkt ab und drückt die Organe nach unten.

 

Zeig mal mit Mut deinen Bauch. Das fällt uns Frauen meist sehr schwer. Aber es sorgt für Entspannung beim Reiten.

 

5. Starres geradeaus schauen

 

Eine Zeitlang hatte ich die schlechte Angewohnheit beim Reiten auf den Boden zu schauen. Meine ganze Haltung war dadurch gebückt und ich hatte keinen Überblick mehr.

 

Die logische Folge:

Ich hörte die ganze Zeit den Satz schau nach vorne.

 

Ja den Kopf hoch nehmen ist logisch und wichtig, aber der Blick darf flexibel bleiben.

 

Michel Robert beschreibt es in seinem Buch als Panoramablick. Statt einfach starr geradeaus zu schauen, solltest du dein gesamtes Umfeld im Blick haben.

 

Aber was hat das mit deinem Sitz und Rückenschmerzen zu tun?

 

An der Wirbelsäule haben wir verschiedene Schlüsselpunkte, die unweigerlich voneinander abhängig sind:

  • Obere Kopfgelenke, verbinden Hals und Kopf
  • Übergang von Hals zur Brustwirbelsäule
  • Übergang von Brust- zur Lendenwirbelsäule
  • ISG= Kreuzdarmbeingelenk

 

Konzentrierst du dich also nur darauf geradeaus zu schauen, wirkt sich das auf die gesamte Wirbelsäule aus. Du brauchst aber die ganze Wirbelsäule, um locker mitschwingen zu können.

 

Nur wenn du locker mitschwingen kannst beugst du Rückenschmerzen vor und das Reiten unterstützt dich dann auch dabei.

 

Es gibt auch Reiter, die den Kopf zu unruhig halten. Sie nicken bei jeder Bewegung des Pferdes. Diesen Reitern wird meist empfohlen den Kopf ruhig zu halten.

 

Leider wird dabei nur ein Symptom korrigiert und nicht das Problem selbst. Das Problem liegt meist an einer fehlenden Stabilität der Wirbelsäule.

 

Schaut der Reiter viel zum Boden, oder fehlt es an der Aufrichtung, dann heißt es oft:

„Schau geradeaus und nimm die Schultern zurück.“

 

Leider ist das aus Biomechanischer Sicht unseres Körpers die falsche Bewegungsanweisung.

 

Besser ist:

„Stell dir vor eine Schnur zieht dein Hinterkopf zur Decke und hebe dein Brustbein an.“

 

Bei dieser Anweisung richtet sich die Wirbelsäule auf, ohne zu blockieren. Zieht der Reiter nur die Schulterblätter zurück, dann kann die Brustwirbelsäule schlecht mitbewegen und die Atmung ist blockiert.

 

Probiere es einmal aus.

 

Setzte dich aufrecht hin und ziehe deine Schulterblätter zusammen. Jetzt atme tief ein und aus. Merke dir wie es sich anfühlt.

 

Jetzt setze dich aufrecht hin und stell dir vor du möchtest dein Brustbein nach vorne und oben anheben. Atme in dieser Haltung nochmal tief ein und aus.

 

Spürst du ein Unterschied?

 

Schreib mir gerne in die Kommentare bei welcher Variante du besser atmen kannst.

 

6. Nur das Pferd behandeln lassen

 

Wir Reiter meinen es alle nur gut.

 

Wir tun alles für unsere Pferde. Kein Sattel zu teuer. Regelmäßige Behandlungen kein Problem. Die beste Tierarztbehandlung will auch jeder.

Aber was ist mit Dir?

 

Auch du musst fit und gesund sein, um dein Pferd optimal unterstützen zu können. Wahrscheinlich spart dir das sogar die ein oder andere Tierarztrechnung.

 

Wie oft wird dein Pferd osteopathisch oder physiotherapeutisch behandelt?

 

Bei den meisten so 1-2-mal pro Jahr, wenn nichts Besonderes dazwischen kommt.

 

Wie oft lässt du dich behandeln?

 

Jeder hat Schwachstellen in seinem Körper oder tägliche Einseitige Belastungen. Natürlich kannst du mit Training vieles ausgleichen, aber keiner ist zu 100% geschützt vor Blockaden im Körper.

 

Warum wissen wir so oft was zu tun ist, aber wir tun es nicht?

 

Ich selbst bin meist einmal im Jahr beim Osteopath. Durch einen Reitunfall spüre ich immer mal wieder Probleme in der rechten Schulter und im Nacken.

 

Und natürlich unterstützt mich auch der Human BEMER jeden Tag.

 

Die Osteopathie unterstützt unseren Körper und das Training wird effektiver.

 

Natürlich ist auch eine regelmäßige Physiotherapeutische Therapie sinnvoll. Das kommt ganz darauf an, was dein persönliches Problem ist.

 

Überdenke mal wieviel Dinge du pro Tag tust, die dich nicht voranbringen. Kannst du irgendwo Zeit einsparen und 10 Minuten für deine eigene Gesundheit aufwenden um gezielte Übungen zu machen?

 

Hast du einmal im Jahr Zeit dich behandeln zu lassen?

 

Denn das hat auch eine Auswirkung auf die Gesundheit deines Pferdes. Deine Blockaden können zu den Blockaden deiner Pferde werden.

 

Dein Pferd gleicht deine Schiefe aus, da sie immer im Gleichgewicht sein wollen. Sie müssen also ein Bewegungsmuster entwickeln, um euch beide im Gleichgewicht zu halten.

 

Arbeitest du aber auch an dir selbst, kann sich das Pferd besser unter dir entfalten. Außerdem wird jede Therapie an deinem Pferd ein längerfristiger Effekt haben.

 

7.Nur Reiten

 

Kennst du den Spruch:

„Reiten lernst du nur durch Reiten.“

 

Er stimmt und er stimmt nicht.

 

Es gibt keine andere Sportart, die dir das Einfühlungsvermögen und das reiterliche Können beibringt.

 

Aber es gibt Sportarten, die dir das Reiten erlernen erleichtern können.

 

Du kannst dir eine andere Ausgangsposition erarbeiten und dir das Reiten erleichtern. Du kannst die Tipps deines Reitlehrers besser umsetzen und kommst schneller voran.

 

An was du selbst zusätzlich arbeiten kannst:

  • Ausdauer
  • Stabilität
  • Beweglichkeit

 

Ich schreibe extra Stabilität und nicht Kraft. Es ist leider noch weit verbreitet, dass Rückenschmerzen von einer schwachen Rückenmuskulatur kommen.

 

Ich muss dich enttäuschen. Das stimmt nicht.

 

Um dich aufrichten zu können und diese Aufrichtung halten zu können, brauchst du die gesamte Muskelkette des Rumpfes. Also Bauch, Rücken und vor allem die in der Tiefe liegenden Muskeln an der Wirbelsäule.

 

In meiner Ausbildung habe ich eine Patientin nach mehreren Bauch OPs behandelt. Leider wurden dabei viele Bauchmuskeln stark verletzt. Ihr größtes Problem war die Aufrichtung. Sie konnte nur mit Gehhilfen und gebückt laufen.

 

Da ist mir klar geworden, worauf es wirklich ankommt.

 

Ein Zusammenspiel der Muskeln.

 

Eines mache ich mit allen meinen Rückenpatienten:

Gleichgewichtstraining

 

Bei gutem Gleichgewichtstraining trainierst du das Zusammenspiel der Muskulatur und du trainierst die kleinen Muskeln, die von einem Wirbel zum anderen gehen. Diese Muskulatur kannst du nicht durch eine Kraftübung trainieren.

 

Eine gute Stabilität hilft dir als Reiter unerwartete Bewegungen deines Pferdes auszugleichen. Vor allem beim Springen. Springt dein Pferd höher als erwartet und du kommst aus dem Gleichgewicht wird es meist nichts mit der folge Distanz zum nächsten Hindernis.

 

Von einem Reitlehrer habe ich gelernt:

Der Fehler am Hindernis entsteht meist nicht an dem Sprung selbst, sondern an den Sprüngen davor.

 

Jeder Reiter braucht eine gute Stabilität in der Wirbelsäule. Diese sorgt dafür, dass du deine Hände und die Beine unabhängig von deinem Sitz bewegen kannst.

 

Du kannst gezielter Einwirken und deinen Körper besser einsetzen.

 

Hast du ein oder mehrere Fehler bei dir erkannt?

 

Schreibe mir gerne in die Kommentare, welches dein größtes Problem ist.

 

Möchtest du mit mir an deiner Fitness arbeiten, dann trage dich zum Newsletter ein und beginne mit dem Beweglichkeitstest.

 

Ich bin gespannt auf deine Ergebnisse.

 

Zuerst musst du wissen, wo du stehst, um zu wissen was als nächstes zu tun ist.

 

Kein Navi kann dir eine Route anzeigen, wenn es nicht weiß, wo du bist.

 

Auch wenn das jetzt nicht alle Reiter verstehen.

 

In meinen Augen ist deine Gesundheit wichtiger als die deines Pferdes.

 

Nur ein gesunder Reiter kann sich optimal um sein Pferd kümmern.

 

Deine Gesundheit und die deines Pferdes liegt in deiner Hand.

 

Deine Verena

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.